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VERLEGUNG

Eine lange Lebensdauer und die hervorragenden Leistungsmerkmale von Flowtite GFK-Rohre sind nur bei ordnungsgemäßer Handhabung und fachgerechtem Einbau gewährleistet. Deshalb ist es von größter Bedeutung, dass Bauherren, Ingenieure und Auftraggeber die empfohlenen Verlegevorschriften anwenden.

Die folgenden Informationen sind lediglich ein Auszug aus den Verlegeanleitungen. Sie ersetzen nicht die separat verfügbaren Verlegeanleitungen, die bei jedem Projekt zu beachten sind.

ERDVERLEGUNG

In den meisten Fällen ist die Verlegung von Flowtite Rohren im offenen Graben die wirtschaftlichste Variante. Das umgebende Erdreich stabilisiert das Rohr und verhindert Vandalismus und Beschädigungen. Da die Rohre auftrende Längskräfte aus Richtungsänderungen nicht voll aufnehmen können, müssen Bögen, T-Stücke, Reduzierstücke oder Y-Formteile mit Widerlagern oder Lock-Joints versehen werden, um diese Kräfte in festen Boden abzuführen.

Das Grabenbett aus geeignetem Material sollte dem Rohr eine gleichmäßige und ununterbrochene Bettung bieten. Um ein zufriedenstellendes Rohr-Boden-System zu gewährleisten, muss das richtige Verfüllmaterial verwendet werden. Die meisten grobkörnigen Böden eignen sich für die Bettung und das Verfüllen des Rohrs.

Nach der Montage jedes Rohrs muss die maximale vertikale Verformung geprüft werden. Die anfängliche Verformung (in der Regel vertikal) beträgt bei Rohren ≤ 250 mm 2,5 %. Die maximal zulässige Langzeitverformung beträgt für Durchmesser ab 300 mm 6 % und 4 % für kleinere Durchmesser. Diese Werte gelten für alle Steifigkeitsklassen.

Weitere Informationen zur Erdverlegung gemäß AWWA und ATV stehen im Downloadbereich zur Verfügung.

OBERIRDISCHE VERLEGUNG

Bei der oberirdischen Verlegung werden Flowtite GFK-Rohre auf Tragpfeilern verlegt und mit Bügeln befestigt, um die Pipelinestabilität zu gewährleisten. Die Tragpfeiler bestehen meist aus Beton, die Befestigungsbügel aus Stahl. Man unterscheidet zwischen Rohrsystemen mit Widerlagern und anderen Lagersystemen.

INSTALLATIONEN MIT WIDERLAGER

Rohrsysteme ohne Widerlager können druckbeaufschlagte Flüssigkeiten transportieren. Sie sind jedoch nicht dafür ausgelegt, die Kräfte bei Richtungsänderungen oder bei Änderungen der Rohrgeometrie und im Rohrquerschnitt aufzunehmen. Dafür benötigen solche Systeme Widerlager oder anderen Absteifungen, um den auftretenden Kräften standzuhalten. Widerlager bestehen normalerweise aus Stahlbeton. Sie müssen das Formteil vollständig umschließen und die Druckkräfte sicher in den festen Boden ableiten. Rohrsysteme ohne Widerlager sind sorgfältig zu analysieren und der Wasserdruck bei der Stabilitätsprüfung berücksichtigt werden.

INSTALLATIONEN MIT ZUGFESTEN ROHREN

Zugfeste -Rohrsysteme, sogenannte biaxiale Rohre und Muffen, längskraftschlüssige Muffen oder selbstverankernde Systeme, sind in der Lage, druckbeaufschlagte Flüssigkeiten zu transportieren und die auftretenden Längskräfte oder Biegemomente zu übertragen. Sowohl Rohre als auch Muffen verfügen über ausreichende axiale Tragfähigkeit. Daher sind diese Systeme für die Kraftübertragung geeignet und erfordern auch keine Widerlager. Die sorgsame Positionierung der Tragstreben stellt sicher, dass sich die Axiallasten in vorgegebenen Grenzen bewegen. Zugfeste Rohrsysteme erfordern eine sorgfältige 3D-Analyse der Struktur. Mittels spezieller Software lassen sich alle Spannungszustände, Ausdehnungen und die Kräfte auf die Tragstreben bestimmen. Die auftretenden Axiallasten erfordern üblicherweise bei Rohren und Muffen eine höhere Druckklasse als es für den Betriebsdruck nötig wäre. Flowtite Rohre verfügen über ein geringeres E-Modul als beispielsweise Stahlrohre. Daher ist die Belastung der Komponenten häufig geringer.

Weitere Informationen zur oberirdischen Verlegung finden Sie im Downloadbereich.

 



RELINING – SANIERUNG

Die Möglichkeit kundenindividuelle Rohrdurchmesser zu fertigen erlaubt es uns, für bestehender Rohrsysteme Flowtite GFK-Rohre in jeder Rohrgröße mit dem passenden Innendurchmesser herzustellen. Somit ist die maximale Durchflussrate gewährleistet – bei einfacher Verlegung.

Flowtite Standardrohre können außerhalb eines abgenutzten Rohrs montiert und anschließend in das Rohr eingezogen werden. Dies ist auch bei geringem Flüssigkeitsdurchfluss möglich, wenn die alte Leitung weniger als ein Drittel gefüllt ist.



Für einen Vortrieb über lange Strecken werden Druckringe an den Stutzenenden der Rohre montiert. Auf diese Weise überträgt sich die Kraft über die Verbindung ohne die Dichtung zu beeinträchtigen. Dies ist besonders bei der Instandsetzung von Druckleitungen wichtig. Rohre mit großen Durchmessern lassen sich mit einem leichten Rahmenwagen transportieren und dann montieren. Zahlreiche, unterschiedlich Rohrlängen verkürzen die Installatonszeiten zusätzlich.

Auch Slip-Lining Rohre mit außenbündigen Kupplungen sind eine Alternative. Auf diese Weise kann das Reliningrohr weitgehend dem Innendurchmesser des bestehenden Rohrs angepasst werden. Sanierungen mit außenbündigen Kupplungen sind in den Steifigkeitsklassen SN5000 und SN10000 mit Durchmessern von 600 bis 1900 mm möglich.

UNTERWASSER

GFK-Rohre werden häufig unter Wasser verlegt – insbesondere bei Zulauf- und Abflussleitungen. In vielen Fällen ist es günstiger, wenn die Rohre vormontiert an den Installationsort transportiert werden. Die Installation erfolgt in der Regel mit folgenden Verbindungstypen:


  • Doppelmuffenkupplung mit Seespannschloss
  • Key-Lock-Verbindungen
  • Laminierte Verbindungen
  • Flanschverbindungen.



Abgesehen von diesen Verbindungen stehen je nach Projektanforderungen zahlreiche weitere Verbindungstypen zur Verfügung. Die Verlegungstechniken richten sich ebenfalls nach den Projektanforderungen und den Wetterbedingungen. Sie umfassen:


  • Einzelrohrverlegung – Bei diesem Verfahren werden die Rohre ins Wasser abgelassen und nacheinander unter Wasser miteinander verbunden
  • Mehrrohrverlegung – Zwei oder drei Rohrabschnitte werden an Land oder auf einer Barge vormontiert und anschließend zu Wasser gelassen
  • Mehrrohrverlegung von Rohrsträngen (Schleppen)

Spezifische Verlegeanweisungen erhalten Sie projektabhängig bei Ihrem Lieferanten.

Weitere Einzelheiten finden Sie in unserer Flowtite Produktbroschüre für Unterwasser Anwendungen, die Sie hier herunterladen können.